CDU

CDU zur Friedhofsbrücke: Auch eine Frage der Inklusion

07. 03.24

Die aktuelle Vorgehensweise von Bündnis90/ Die Grünen stößt bei der CDU Fraktion nicht nur auf Unverständnis sondern auf heftige Kritik. Die CDU sieht in der Friedhofsbrücke auch einen Inklusionsauftrag und wundert sich, dass die Grünen Teile einer älter werdenden Bevölkerung ausschließen möchte.

„Zunächst müssen wir festhalten, dass wir nun seit über zwei Jahren in den verschiedenen Gremien über diese Brücke diskutieren und uns seitdem mehrheitlich auf den Weg gemacht haben, diese Brücke am Friedhof von Süchteln zu erneuern. Dabei haben die Grünen einerseits ihre ablehnende Haltung deutlich gemacht, aber wir haben auch zur Kenntnis nehmen dürfen, dass diese die Verwaltung umgekehrt auch immer wieder aufgefordert haben, die Fragen der Nachhaltigkeit, der Klimaverträglichkeit und Kostenrelevanz zu prüfen. Das haben wir im Sinne einer möglichen Konsenslösung akzeptiert, die Ergebnisse liegen nun auf dem Tisch und die Verwaltung hat an der Stelle sehr gute Arbeit geleistet. Die mittlerweile so entstandenen Kosten der gesamten Vorplanung und Begutachtungen sind auch deswegen nicht gering. Sie laufen im Zusammenhang mit diesem Projekt innerhalb der Gesamtkosten unter „Investive Maßnahmen“. Eine Ablehnung der Brücke hätte zur Folge, dass diese Kosten nun bleiben und am Ende im Haushalt kosumtiv aufgeführt werden“, erklärt Wolfgang Genenger Ortsbürgermeister von Süchteln.

„Die Brücke ist eine Erneuerung und Ersatz der ehemals abgebauten Brücke und das ursprüngliche Bauwerk ist damals schon errichtet worden um betagten Bürgerinnen und Bürgern den Weg zu den Grabstätten ihrer Angehörigen zu erleichtern. Die damalige Frage der Inklusion hat für uns heute noch Bestand. In einer älter werdenden Bevölkerung umso mehr. Das ist ebenso auch eine Frage der bestehenden Friedhofskultur, die sich in Zukunft nicht ändern und Bestandteil unserer Stadtteile bleiben wird.“, erklärt Susanne Sartingen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU.
Sartingen weiter: „Barrierefreiheit und Inklusion sind Schlagwörter die unser politisches Handeln für die Gesellschaft immer prägen. So setzen wir uns für barrierefreie Gehwege, Rampen, aber auch für Barrierefreiheit an Bushaltestellen und auch an Schulen mittels Aufzüge usw. ein. Daher ist der Wiederaufbau der Brücke die logische Konsequenz auch dort ein klares Bekenntnis in Sachen Teilhabe und Inklusion zu zeigen.“

Für Sartingen und Genenger bleibt festzuhalten, dass die Grünen sich also scheinbar von der Inklusion in unserer Gesellschaft verabschiedet haben, zumindest was die Seniorinnen und Senioren betrifft, die den Süchtelner Friedhof besuchen.
Beide Politiker dazu: „Im ersten Aufschlag sind 300.000 Euro viel Geld, aber gemessen daran, dass diese Brücke nach der Erstellung mindestens 100 Jahre im Bestand bleibt und sehr wartungsarm ist, haben wir eine gute Lösung gefunden. Wenn die Grünen in Viersen damit Populismus gegen Teile der Bevölkerung betreiben, Festivals gegen Barrierefreiheit aufwägen und das auf dem Altar der Konsolidierung und des angeblichen Umweltschutzes opfern, mag das bei ihnen zwar ideologisch lupenrein, aber eben nicht nah an den Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft sein. Die CDU bleibt dabei: Wir brauchen diese Brücke in Süchteln und wir wollen sie.“

 

Susanne Sartingen und Wolfgang Genenger